Weihnachtsausstellung

Olga Burkard
Olga Burkard erforscht in ihrer künstlerischen Praxis unsere Verbindung zum Leben – sichtbar in organischen Formen, Naturstrukturen und den Beziehungen, die uns miteinander verknüpfen. Ihre Werke entstehen im Spannungsfeld zwischen Pixeln und Farbe, wo Intuition auf Geometrie trifft und Wärme auf Struktur. Dieses Zusammenspiel reflektiert ihre eigene Geschichte und kulturelle Dualität als Tochter einer Schneiderin und eines Wissenschaftlers mit schweizerisch-mexikanischen Wurzeln.
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Durch Wiederholung, Transformation und das bewusste Zusammenführen digitaler und malerischer Elemente untersucht Burkard, wie Formen sich entwickeln, miteinander in Dialog treten und ein lebendiges Ganzes bilden. Ihre hybriden Kompositionen wirken wie pulsierende Mikroökosysteme – Bilder, die Bewegung, Verbindung und einen grösseren Rhythmus des Daseins spürbar machen.
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Olga Burkard lebt und arbeitet in Genf und ist seit 2024 hauptberuflich als Künstlerin tätig. Nach einer internationalen Laufbahn im Grafikdesign und in der Art Direction – geprägt durch Studien an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt und der Schule für Gestaltung Basel – widmet sie sich heute vollständig ihrer künstlerischen Forschung. Ihre Werke werden von der Mabe Gallery (Genf) und EDNA Contemporary (Kalifornien) vertreten.

Fabian Lavater
Fabian Lavater ist ein Schweizer Künstler und Illustrator aus Basel, dessen Werk von der Natur, dem Meer und den stillen Momenten des Draußenseins geprägt ist. Obwohl er zunächst Betriebswirtschaft und Nachhaltige Entwicklung studierte, blieb die Kunst stets seine eigentliche Berufung. Nach einem beruflichen Wendepunkt Ende 2020 entschied er sich, seiner Kreativität vollständig Raum zu geben und als Künstler hauptberuflich zu arbeiten.
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Sein Stil ist von klaren Linien, sanften Farben und einer reduzierten Bildsprache geprägt. Lavater fängt jene Augenblicke der Ruhe ein, die man am Meer, in den Bergen oder in der Weite der Landschaft findet. Seine Arbeiten laden dazu ein, innezuhalten, durchzuatmen und sich mit der Natur wie auch mit dem eigenen Inneren zu verbinden – ein Gefühl von Leichtigkeit, das sich in jedem seiner Bilder widerspiegelt.
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Heute ist Lavater international tätig, stellt weltweit aus und arbeitet mit verschiedenen Marken und Projekten zusammen. Sein Schaffen ist zugleich eine künstlerische und ökologische Haltung: Er setzt sich für den Schutz unseres Planeten ein und spendet einen Teil seiner Einnahmen an Umweltorganisationen. Seine Werke erinnern daran, die Schönheit unserer Welt bewusst wahrzunehmen und zu bewahren

Leyla Miloi
Leyla Milou ist eine Künstlerin, deren Werk tief in menschlichen Existenzfragen verwurzelt ist. In ihren Serien widmet sie sich den unsichtbaren Kämpfen, die Menschen – besonders Frauen – in verschiedenen Teilen der Welt führen. Ihre Arbeiten sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Stärke, Verletzlichkeit und innerer Widerstandskraft. Jede Figur, jeder Blick erzählt von einer Arena, in der das Leben selbst Zuschauer und Gegenspieler zugleich ist.
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Ihre Mixed-Media-Werke verbinden malerische Tiefe mit strukturellen Schichten, die an eingravierte Erinnerungen oder Spuren gelebter Geschichte erinnern. In den Beschreibungen der Bilder – wie Waiting for Revolution, Jenseits des Meeres oder Sappho – wird klar, dass Milou Themen wie Unterdrückung, Migration, Würde und weibliche Selbstbehauptung nicht nur visualisiert, sondern emotional erfahrbar macht. Ihre Kunst atmet, fordert heraus und öffnet Räume für Reflexion über Mut, Verlust, Hoffnung und Identität.
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Milou lebt und arbeitet in Bern und entwickelt Serien, die zeitgleich poetisch und politisch sind. Ob sie Frauen in unterdrückten Gesellschaften porträtiert, die leisen Heldinnen des Alltags würdigt oder vergessene Stimmen der Geschichte neu belebt – ihr Werk versteht sich als Hommage an jene, die kämpfen, ohne gesehen zu werden. In ihren Bildern formt sich eine künstlerische Sprache voller Kraft, Tiefe und unerschütterlicher Menschlichkeit.

Esther Link
Esther Link ist eine Bildhauerin aus Basel, deren künstlerischer Weg im Atelier des renommierten Künstlers und Anthropologen Gyula Skultéty begann. Dort erlernte sie das anatomisch präzise Modellieren menschlicher Figuren und entwickelte ein tiefes Verständnis für Form, Material und Ausdruck. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als unabhängige Künstlerin und hat ihre Praxis kontinuierlich erweitert – von Ton und Porzellan bis hin zu Holz, Gips und experimentellen Mischtechniken.
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Ihre wichtigste Inspiration findet Link in der Natur und der organischen Welt. Auf Reisen durch Europa und die USA, sowie auf ihren Wanderungen, sammelt sie Samen, Blätter, Früchte und Hölzer, die als direkte Vorlagen für ihre Skulpturen dienen. Diese natürlichen Formen setzt sie in Ton um und schafft Werke, die die Sinnlichkeit, Vielfalt und stille Eleganz pflanzlicher Strukturen zum Ausdruck bringen. Das Zusammenspiel von Glasur und Tonkörper spielt dabei eine zentrale Rolle, ebenso wie ihre aktuelle Vorliebe für hellen Ton und Porzellan, die den Skulpturen eine besondere Klarheit und Reinheit verleihen.
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Esther Link hat ihre Fähigkeiten durch zahlreiche Workshops in der Schweiz, Deutschland und den USA vertieft – darunter prägende Aufenthalte an der Penland und der Haystack Artschool unter der Leitung von Barbara Cooper. Ihre Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, und sie wurde 2017 sowie 2024 mit dem Kunstkritikpreis an der Arte Binningen ausgezeichnet. Als Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für bildende Künstlerinnen war sie unter anderem an der Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts im Bundeshaus Bern beteiligt.

Monica Vaccari
Monica Vaccari ist eine italienische Künstlerin, die zwischen Basel und Sant’Antioco in Südsardinien lebt und arbeitet. Ihre künstlerische Laufbahn ist geprägt von einer vielseitigen Ausbildung: einem Abschluss in Werbegrafik und Fotografie an der Kunstschule Modena, gefolgt von einer Restaurationsausbildung und einem Architekturstudium am Polytechnikum Mailand. Trotz ihrer langjährigen Tätigkeit als Architektin verfolgte sie stets ihre Leidenschaft für keramische und fotografische Ausdrucksformen, die sie während ihrer Aufenthalte in den Niederlanden und in Belgien weiter vertiefte.
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In ihren Skulpturen und keramischen Arbeiten erforscht Vaccari die Figur der Mutter als nährende, schützende und zugleich kraftvolle Gestalt – als eine archetypische Präsenz, die eng mit der Natur verbunden ist. Ihre Technik, Spitze und filigrane Muster in den Ton einzudrücken, schafft eine einzigartige visuelle und haptische Sprache: feine Spuren, die zu Erzählungen von Erinnerung, Identität und Verwundbarkeit werden. Besonders markant ist das wiederkehrende Motiv des auftauchenden Gesichts, inspiriert von ihrer Brüsseler Serie um Ophelia. Diese Gesichter scheinen aus der Tiefe zu steigen und stehen stellvertretend für Frauen, deren Stimmen über die Geschichte hinweg verdrängt wurden – zugleich Ausdruck von Hoffnung, Selbstbehauptung und Befreiung.
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Vaccaris Werk verbindet persönliche Reflexionen mit universeller Resonanz. Ihre Skulpturen erinnern daran, dass Mutterschaft und Weiblichkeit keine fest definierten Rollen sind, sondern fortwährende Prozesse des Werdens. Wie Ton, der geformt, gebrannt und transformiert wird, befindet sich auch die Künstlerin – die Frau – in einem ständigen Dialog mit Veränderung. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, darunter an der VOLTA Basel (2022, 2023, 2024), in Zürich und London, sowie in der Unchained Gallery in Austin. 2025 präsentierte sie ihre Einzelausstellung in der Praxis Galerie Basel, begleitet von einer Publikation im Magazin The Gaze.
