Young Talents

Jonas Deubelbeiss
Jonas Deubelbeiss lebt und arbeitet im Kanton Aargau, Schweiz. Seine künstlerische Laufbahn begann mit Graffiti und entwickelte sich über die Auseinandersetzung mit Tanz und abstrakter Malerei zu einer unverwechselbaren Bildsprache. Inspiriert von der Dynamik des Breakings und der Hip-Hop-Kultur verbindet er Bewegung, Emotion und Farbe zu ausdrucksstarken Kompositionen, in denen vor allem das menschliche Gesicht zum Träger innerer Zustände wird.
Seine Gemälde zeichnen sich durch kraftvolle Farbigkeit, gestische Pinselstriche und eine unmittelbare emotionale Präsenz aus. Deubelbeiss versteht Malerei als einen persönlichen Dialog zwischen Werk und Betrachter. Seine Porträts laden dazu ein, innezuhalten, sich von äußeren Einflüssen zu lösen und einen Moment der Selbstreflexion zu erleben. Im Mittelpunkt steht dabei das Bestreben, positive Energie, Freiheit und Verbundenheit spürbar werden zu lassen.
Die lebendige Dynamik seiner Werke spiegelt den Rhythmus und die Bewegungsenergie wider, die seine künstlerische Praxis prägen. Jonas Deubelbeiss' Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz sowie international präsentiert und eröffnen einen offenen Raum für Begegnung, Empfindung und persönliche Interpretation

Mira Giaquinto
Mira Giaquinto (1989, Basel) ist eine schweizerisch-italienische Künstlerin, die vorwiegend mit Acryl auf Leinwand arbeitet. Im Mittelpunkt ihrer Malerei stehen die menschliche Wahrnehmung und die Frage nach Identität. Ihre Bilder entstehen in einem intuitiven, prozessorientierten Arbeitsprozess, bei dem Farbschichten aufgebaut, übermalt, verborgen und wieder freigelegt werden.
Charakteristisch für ihre Werke ist das bewusste Sichtbarlassen früherer Schichten. Kratzspuren, übermalte Bereiche und Farbreste bleiben Teil der Komposition und erzählen von Veränderung, Erinnerung und persönlicher Entwicklung. Die Köpfe und Gesichter, die sich während des Malprozesses herausbilden, sind keine Porträts konkreter Menschen, sondern Ausdruck innerer Zustände, Emotionen und Erfahrungen.
Mira Giaquintos Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Figuration und lässt bewusst Raum für individuelle Interpretationen. Ihre Werke laden dazu ein, hinter die sichtbare Oberfläche zu blicken und jene Ebenen wahrzunehmen, die häufig verborgen bleiben. So entstehen Bilder, die den Betrachter nicht nur zum Sehen, sondern auch zum persönlichen Nachdenken und Wiedererkennen einladen.

Fafa Márquez
Fafa Márquez (Rafael Márquez Celdrán, 1977, Irún, Spanien) verbindet in seiner künstlerischen Praxis klassische Malerei mit den visuellen Codes der Urban Art. Nach seinem Studium an der Facultad de Bellas Artes in Sevilla entwickelte er eine Bildsprache, die von den Einflüssen der Hip-Hop-Kultur und des Graffiti geprägt ist. Bis heute bewegt er sich selbstverständlich zwischen dem öffentlichen Raum und dem Atelier und verbindet beide Welten zu einer unverwechselbaren künstlerischen Handschrift.
Im Zentrum seiner Arbeiten stehen alltägliche Situationen, die durch ihre Nähe und Intimität einen subjektiven Blick auf die menschliche Erfahrung eröffnen. Mit Acryl, Öl und Dispersion schafft Fafa Kompositionen, in denen urbane Elemente, Licht und Atmosphäre zu stillen Erzählungen verschmelzen. Seine Bilder laden dazu ein, vermeintlich flüchtige Momente neu wahrzunehmen und deren emotionale Tiefe zu entdecken.
Neben zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz und im internationalen Kontext ist Fafa Márquez seit vielen Jahren als Mural Artist und Live-Painter tätig. Seine Werke spiegeln die Energie der Straße ebenso wider wie die Konzentration der Ateliermalerei und schaffen einen spannenden Dialog zwischen urbaner Kultur und zeitgenössischer Malerei.

José Schloss
José Schloss (*1995) ist ein deutsch-spanischer Künstler und Diplom-Designer, der in Freiburg lebt und arbeitet. Seine Werke bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst, Design und räumlicher Gestaltung und setzen sich mit den Themen Identität, Herkunft und kultureller Zugehörigkeit auseinander. Geprägt von seinen deutschen und spanischen Wurzeln entwickelt er eine zeitgenössische Bildsprache, die Intuition und gestalterische Klarheit miteinander verbindet.
Inspiration findet Schloss vor allem auf Reisen sowie in Landschaften, Architektur und kulturellen Traditionen. Regionale Symbole, Erinnerungen und persönliche Erfahrungen übersetzt er in reduzierte Kompositionen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Seine aktuellen Arbeiten vereinen urbane Eindrücke mit der Ruhe und Symbolik des ländlichen Raums und eröffnen einen Dialog zwischen Bewegung und Beständigkeit, internationalem Einfluss und regionaler Identität.
Für José Schloss besitzt Kunst die Fähigkeit, Orte zu transformieren und Geschichten sichtbar zu machen. Seine Arbeiten schaffen Räume für Begegnung, regen zum Nachdenken an und stärken das Bewusstsein für kulturelle Identität, ohne Tradition als etwas Starres zu begreifen. Vielmehr versteht er sie als einen lebendigen Prozess, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder neu erzählt werden kann.
